Kajak-Paddel

Boat – Body – Blade, das Grundkonzept moderner Paddeltechnik.

Dabei mindestens so wichtig wie das Kajak – das Paddel !
Vortrieb, Kurskorrektur, Paddelmanöver, Paddelstütze, Eskimorolle … immer ist es das Paddel was Intention, Bewegung und Kraft vom Paddler aufs Wasser überträgt.

Die notwendige Paddeltechnik um mit dem Kajak effizient unterwegs zu sein vermittle ich Dir gerne in einem meiner Kurse.

Das für Dich passende Paddel findest Du in der gut sortierten Auswahl in unserem Kanuladen am Bodensee, "Online" im Kanushop-MiSchaKu. Im Sortiment findest Du Paddel von Kober, Mergner, Lettmann sowie Grönlandpaddel von Eastpole.

Zahlreiche Paddel kannst Du auch in unserem Kanu-Testcenter vor dem Kauf auf dem Wasser testen und vergleichen - Service first...

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Kajak-Paddel

Boat – Body – Blade, das Grundkonzept moderner Paddeltechnik.

Dabei mindestens so wichtig wie das Kajak – das Paddel !
Vortrieb, Kurskorrektur, Paddelmanöver, Paddelstütze, Eskimorolle … immer ist es das Paddel was Intention, Bewegung und Kraft vom Paddler aufs Wasser überträgt.

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Kober- Koala - Jugend - Tourenpaddel Kober- Koala - Jugend - Tourenpaddel
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Kober Lago ATT - Tourenpaddel Kober- Lago ATT - Tourenpaddel
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Kober Lago ATT-Light, leichtes Tourenpaddel Kober- Lago ATT Light - leichtes Tourenpaddel
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Steile Paddeltechnik - Flache Paddeltechnik

Bei einer steilen Paddelführung nahe am Boot geht die eingesetzte Kraft zum größten Teil in eine Vorwärtsbewegung des Kajaks über. Durch eine flache Paddelführung wird neben der Vorwärtsbewegung immer auch eine leichte Drehung des Boots erzeugt. Die eingesetzte Kraft wird so weniger effektiv in Vortrieb umgesetzt. Daraus nun den Schluss zu ziehen die steile Technik wäre die bessere ist aber bei weitem zu verkehrt. Vielmehr sollte der Paddler seine Technik der Situation angepasst variieren können Der Vergleich mit der Gangschaltung des Radfahrers bietet sich hier an - kurzer Sprint oder lange Tour… Wind, Welle, kabbelige See… Kondition und Tagesform, viele Faktoren bestimmen den "gerade passenden Gang".

steile oder flache Paddelführung

Paddellänge

In keinem Fall sollte ein Paddel zu lang sein. Als erste Faustformel gilt: Der Paddler sollte bei ausgestrecktem Arm mit den Fingerspitzen noch auf sein senkrecht auf den Boden stehendes Paddel greifen können. Ein zu langes Paddel verhindert eine steile Paddelführung und erschwert eine effiziente Paddeltechnik, nicht nur bei Vorwärtsschlag. So variieren nicht wenige Seekajakfahrer ihre Paddellänge um etwa 5-10cm von genannter Faustformel nach unten. Im Wildwasser werden noch kürzere längen gefahren.

Paddelblatt

Größe der Padelblätter

Kompakte - Breite, kurze Paddelblätter eignen sich mehr für eine steile Paddelführung. Diese ermöglich einen maximalen Druckaufbau am Blatt. Schlanke Blattformen passen gut zu einer flachen Paddelführung. Diese ist bei langen Touren kraftsparender

Viele Hersteller bieten die jeweiligen Modelle zudem in zwei Blattgrößen an - Small und Large. Der Griff zu Large sollte aber gut überlegt sein. Am Ende kommt nur so viel an Vortrieb heraus wie der Paddler an Kraft hineinstecken kann. Ein zu großes Blatt macht das Paddeln unnötig schwer.

Form der Paddelblätter

Praktisch alle modernen Paddelblätter sind gekehlt, das heißt sie sind gewölbt, etwa wie die Hand eines Kraulschwimmers, was eine bessere Verankerung des Paddels im Wasser bewirkt. Bis auf wenige Ausnahmen sind moderne Paddelblätter zudem asymmetrisch geformt. Dies dient einem gleichmäßig über die gesamte Blattfläche verteilten Druckaufbau im Wasser trotz einer Paddelführung die von der senkrechten Abweicht. Wäre das Blatt symmetrisch, entstünde beim Zug am Paddel am tiefer im Wasser liegenden Part ein größerer Druck als am höher gelegenen. Es entstünden Kräfte die das Paddel um die Längsachse des Schaftes drehen würden. Dem müsste der Paddler aus dem Handgelenk bzw. den Unterarmen heraus dem entgegen wirken, was entsprechend Kraft kostet. Asymmetrische Blattform und flache oder Steile Paddelführung spielen hier ineinander.

Blattformen Doppelpaddel Kajak

Verschränkung der Paddelblätter

Ob die Idee die Paddelblätter zu einander zu verdrehen, sprich zu verschränken nun aus dem Kajak-Rennsport stammt, mit der Begründung bei einem 90°-gedreht Blatt schneidet die obere Blattkante beim nach vorne führen leichter durch den Wind, oder aus dem Kajak-Slalom mit der Idee mit dem gedrehten Blatt enger um die Tore fahren zu können, sei einmal dahin gestellt. Große Verschränkungen erfordern jedenfalls ein starkes Abknicken und Strecken des rechten Handgelenks während der Paddelschaft bei jedem Vorwärtsschlag in der linken Hand rotiert und damit am Daumenansatz leicht zu einer Blase führt. Ergonomisch besser und entspannter für unsere Handgelenke sind moderate Verschränkungen im Bereich von 0-30° für ein Paddel mit geradem Schaft.

Verschränkung Paddelblätter

Im Touren- wie auch im Wildwasserbereich haben sich in den letzten Jahren teilbare Paddel etabliert. Diese ermöglichen je nach Ausführung eine individuelle Variation der Länge und auch die Schränkung der Paddelblätter zueinander ist so stufenlos oder in bestimmten Rastern einstellbar.

Der Paddelschaft

Neben dem klassisch geraden Schaft haben sich in den letzten Jahren sogenannte Bentschaft bzw. Ergonomschäfte etabliert. Diese Paddelschäfte haben einen sehr augenfälligen Knick im Paddelschaft, der ein weniger starkes Abknicken des Handgelenks beim nach vorne führen und Einsetzen des Paddels erfordert. Vielfach geht das Abknicken des Handgelenks auch mit einem lockern des Griffs um den Paddelschaft einher, was in dem Moment nicht erwünscht ist. Es kommt ja fast im selben Moment Druck aufs Paddel.

Vielen Paddlern hilft ein solcher "Ergonom-Schaft" vor allem dabei Beschwerden im Handgelenk zu vermeiden.

Paddel mit Ergo-Schaft

Ovalisierung

Ein ovaler Schaft verbessert den Griff am Paddel und erleichtert die Paddelführung. Die korrekte Stellung von Handgelenk zu Paddelblatt ist so praktisch automatisch Gewährleistet. Das Paddel legt sich praktisch von alleine passend in die Hand. Der erfahrene Paddler weiß so auch mit geschlossenen Augen, zum Beispiel bei der Eskimorolle, wie das Paddelblatt zur Wasseroberfläche steht.

Schaftteilung

Grundsätzlich ist ein ungeteiltes Paddel stabiler, weniger anfällig und leichter.
Moderne Paddelteilungen sind aber absolut Alltagstauglich - für den Wildwassereinsatz ebenso wie für den Tourenpaddler - und bieten zahlreiche Vorteile.

  • Längenverstellbar
  • Schränkung einstellbar - in Abhängigkeit von Paddler und/oder Windverhältnissen
  • Einfacher und sicherer Transport
Paddel-Teilung

Damit Du lange Freude an Deinem teilbaren Paddel hast:
Nach der Tour die Teilung gut mit Süßwasser reinigen und trocknen lassen.

Materialien im Paddelbau

Das traditionelle Material für ein Paddel ist Holz.
Die Schönheit von Holz, das Wärmegefühl in der Hand – aber auch technische Eigenschaften machen Holz zu einem hervorragenden Material im Paddelbau. Heutzutage werden Paddel - insbesondere Doppelpaddel - jedoch überwiegend aus Kunststoffen hergestellt da diese robuster und zum Teil auch leichter sind. Entwicklungen wie der Ergonom-Schaft oder moderne Paddelteilungen wäre ohne entsprechende Materialien kaum möglich geworden.

Bei Stechpaddeln ist Holz als Werkstoff aber immer noch sehr verbreitet und in Gestalt des Grönlandpaddels ist das Holzpaddel bei zunehmend mehr und mehr Kajak-Paddlern wieder sehr geschätzt.

Material-Paddelblatt

Polyamide (Nylon) sind Kunststoffe die sich im Spritzgussverfahren verarbeiten lassen. In größeren Stückzahlen lassen sich so vergleichsweise preiswerte Paddelblätter herstellen. Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaft können Polyamide mit Glasfasern verstärkt werden (GFK). Kommt ein hochwertiges Polyamid zum Einsatz und stimmt das Paddel-Design lassen sich so sehr hochwertige Paddelblätter realisieren die eine gute Führung im Wasser ermöglichen und dabei robust und leicht sind.

Laminierte Paddelblätter sind zumeist aus einem inneren Schaumkern und äußeren Gewebelagen mit einem hohen Carbon-Anteil gefertigt. Diese Technologie bietet eine hohe Steifigkeit bei minimalem Gewicht.

Als Prepregs werden industriell vorgefertigte, mit Epoxidharzen getränkte Carbon-, Aramid- oder Glasgewebe bezeichnet. In einer beheizten Form werden diese Prepregs beim Paddelhersteller unter Vakuum und hohem Druck zu dünnen, steifen und sehr schlagfesten Paddelblättern verpresst. (Presslaminat). Durch den fehlen Schaumkern sind auf diese Weise hergestellte Paddelblätter sehr dünn. Die für ein präzises Paddeln notwendige Steifigkeit muss konstruktiv durch Rippen oder Ähnliches realisiert werden.

Material-Paddelschaft

Genauso wie bei den Blättern gibt es auch bei den Schäften unterschiedliche Materialien. Die lange Zeit bekannten Aluschäfte sind im modernen Paddelbau praktisch verschwunden und durch Schäfte aus Glas-, Kevlar- und Carbonfasern ersetzt. Zusammen mit dem Paddelblatt ergibt sich bei diesen Schäften eine gleichmäßige Biegekurve des Paddels. Diese ist entscheidend dafür, wie viel Steifigkeit oder Elastizität das Paddel am Ende hat. Ein extrem steifes Paddel ermöglicht hohe Kräfte, ist aber ermüdend für Muskulatur und belastend für die Gelenke.

Um für jedes Paddelmodell das Optimum zu erreichen, kommen je nach Verwendungszweck verschiedene Materialien zum Einsatz.

  • Glasfaserschäfte (Fiberglas) sind moderat im Gewicht, besitzen ein gutes Maß an Flexibilität und zudem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Materialkombinationen aus Carbon und Glasgeweben in Kombination mit hochwertigen Harzen ermöglichen Paddelschäfte mit ausgewogenen Eigenschaften in Bezug auf Gewicht, Flex und Preis.
  • Carbonschäfte besitzen eine hohe Maß an Steifigkeit bei geringstem Gewicht.


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